12 Meter über dem Boden lernt man, wem man vertraut
Deine Hände greifen das Seil. Unter dir: nichts außer Luft und der vage Gedanke, dass das hier vielleicht doch keine so gute Idee war. Dann hörst du von unten: „Ich hab dich." Und du gehst weiter.
So ungefähr lässt sich zusammenfassen, was wir letzte Woche in Köln erlebt haben. Und ja, wir reden hier von einem IT-Unternehmen.
Business trifft Teambuilding
Köln stand eigentlich aus zwei Gründen im Kalender: der Shopware Community Day und ein Workshop mit PolarFoxx, einem unserer Kunden, mit dem wir gemeinsam an einer IoT-Plattform für Temperaturüberwachung arbeiten. Zwei Termine, eine Stadt. Da lag die Idee nahe, den Aufenthalt um einen Team Day zu erweitern.
Ehrlich gesagt: Nicht das komplette Team konnte dabei sein. Urlaubssaison, private Termine, das Übliche. Kein Drama. Wer dabei war, hat den Tag voll mitgenommen. Und wer nicht dabei war, kommt beim nächsten Mal dran.
Der Plan für den Tag war simpel. Vormittags Business, nachmittags Hochseilgarten, abends zusammen essen. Klingt nach Standard-Teambuilding-Programm? War es auch. Bis wir oben standen.
Was im Hochseilgarten wirklich passiert
Man stellt sich Hochseilgarten so vor: ein bisschen klettern, ein paar Fotos, alle lachen. Die Realität sieht anders aus.
Auf 12 Metern Höhe über einen wackligen Balken zu laufen, während du weißt, dass dich nur ein Seil und das Vertrauen in deine Kollegen halten, macht etwas mit dir. Du merkst plötzlich, wer ruhig bleibt, wenn es unangenehm wird. Wer von unten die richtigen Worte findet. Und wer still mitmacht, obwohl ihm eigentlich mulmig ist.
Einer aus dem Team hat hinterher gesagt: „Ich wusste gar nicht, dass ich Höhenangst habe." Das war halb Witz, halb ernst. Genau solche Momente bleiben hängen. Nicht die Parcours-Elemente, nicht die Sicherheitseinweisung. Sondern der Punkt, an dem jemand kurz zögert und trotzdem weitergeht, weil das Team da ist.
Beim Teambuilding im Hochseilgarten geht es weniger um sportliche Leistung. Es geht darum, gemeinsam durch eine Situation zu gehen, die für alle neu und unbequem ist. Das verbindet stärker als jedes Meeting.
Was hat das mit Software zu tun?
Berechtigte Frage. Auf den ersten Blick: wenig. Wir schreiben Code, bauen Apps, lösen technische Probleme. Dafür braucht man keine Schwindelfreiheit.
Aber wir brauchen Vertrauen. Jeden Tag.
Wenn ein Entwickler im Code-Review ehrliches Feedback gibt, braucht das Vertrauen. Wenn jemand sagt „Ich komme hier nicht weiter, ich brauche Hilfe", braucht das Vertrauen. Wenn wir einem Kunden sagen „Dieser Ansatz funktioniert nicht, wir empfehlen etwas anderes", braucht das Vertrauen. Und Mut.
Vertrauen entsteht nicht in Slack-Channels. Es entsteht, wenn Menschen echte Erfahrungen miteinander teilen. Wenn man sieht, wie jemand mit Unsicherheit umgeht. Wie jemand reagiert, wenn es brenzlig wird.
Wir bauen Shopware-Lösungen, entwickeln mobile Apps und arbeiten an KI-Projekten. Die Technik können viele. Was den Unterschied macht, ist das Team dahinter. Wie gut die Leute zusammenarbeiten, wie offen sie kommunizieren, wie sehr sie sich aufeinander verlassen können.
Ein Nachmittag im Hochseilgarten ersetzt keine jahrelange Zusammenarbeit. Aber er beschleunigt etwas, das sonst Monate dauert.
Warum wir das hier erzählen
Dieser Post ist kein Bewerbungsaufruf mit Konfetti. Wir wollen einfach zeigen, wie es bei uns aussieht. Ungeschönt.
Wir sind ein kleines Team. Wir arbeiten an Projekten, die uns fordern. Und wir nehmen uns Zeit für Dinge, die über den Arbeitsalltag hinausgehen. Manchmal ist das ein Hochseilgarten in Köln, manchmal ein gemeinsames Abendessen nach einem langen Workshop-Tag.
Was wir nicht sind: ein Unternehmen, das Teamkultur auf Karriereseiten verspricht und dann nie liefert. Was auf dem Bild zu sehen ist, ist echt. Die Leute sind echt. Die wackeligen Knie waren echt.
Hoch hinaus. Und wieder runter. Und dann weiter.
Der Slogan, der intern die Runde gemacht hat: „Wir hängen in den Seilen. Unsere Software nicht." Witzig? Ja. Aber wir haben uns dagegen entschieden. Weil es nicht darum geht, was wir nicht tun. Sondern darum, was wir gemeinsam auf die Beine stellen.
Manchmal muss man 12 Meter hoch, um zu merken, wie gut das eigene Team ist.
Wer neugierig geworden ist, wie wir arbeiten und was wir machen: Schaut auf unserer Website vorbei oder schreibt uns direkt. Wir freuen uns über jede Nachricht, die nicht mit „Sehr geehrte Damen und Herren" anfängt.
